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Fairer Handel und nachhaltige Ökologie

(beigetragen von Raphaela Adam, Netzwerk Entwicklungspolitik Saar e.V. im Rahmen der Förderkampagne Fairhandel )

Der Begriff der Nachhaltigkeit ist spätestens nach dem Johannesburger Gipfel im September 2002 wieder in aller Munde. Doch was bedeutet er? Der Nachhaltigkeitsrat sieht die Sache so: "Nachhaltige Entwicklung heißt, Umweltgesichtspunkte gleichberechtigt mit sozialen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu berücksichtigen." Aha - das klingt doch sehr abstrakt. "Gut leben statt viel haben - dieses Leitbild ist ein wichtiger Teil meiner Vision einer gerechteren Welt, einer Welt, die sich nachhaltig entwickelt." ( Dr. Angelika Zahrnt, BUND) ... Mmh - so ganz konkret ist auch das nicht.

Sicher ist, dass Nachhaltigkeit sowohl einen sozialen, einen ökologischen, einen wirtschaftlichen und einen globalen wie lokalen Aspekt hat. Wie können wir KonsumentInnen nun diesen abstrakten Begriff der Nachhaltigkeit in die Praxis umsetzen?

"Politik mit dem Einkaufskorb" stellt eine solche Handlungsoption dar, die im Alltag leicht umzusetzen ist. Auf lokaler Ebene ist das Auffinden sowohl sozial- als auch umweltverträglich produzierter Waren noch relativ leicht, doch wie sieht das mit den Waren aus, die einmal als "Kolonialwaren" eingeführt wurden und nun fester Bestandteil unseres alltäglichen Einkaufs sind?

Hier bietet der Faire Handel eine wirkliche Alternative zu den konventionell produzierten und gehandelten Produkten. Oberstes Prinzip des Fairen Handels ist die Partnerschaftlichkeit: die KonsumentInnen im Norden und die ProduzentInnen im Süden arbeiten auf gleicher Augenhöhe miteinander. Sozialverträglichkeit war schon immer Bestandteil des Fairen Handels, in den letzten Jahren hat die Umweltverträglichkeit von Produktion und Handel immer mehr an Bedeutung gewonnen. Immer mehr Projektpartner der Fairhandelshäuser bauen Kaffee, Tee, Kakao oder Bananen nach den Richtlinien des ökologischen Landbaus an und mehr Waren aus Fairen Handel tragen die anerkannten Ökosiegel ( Naturland, Demeter, usw.). Damit leisten die Akteure des Fairen Handels ihren Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung.

Indem wir KonsumentInnen zu Waren aus anerkannt ökologischem Landbau und aus Fairem Handel greifen, können wir Nachhaltigkeit leben. Und das hat nicht unbedingt etwas mit "Gutmenschentum" zu tun: eine zukunftsfähige Produktion und Vermarktung von Waren führt auch zu einer erstklassigen Qualität der Produkte. Nicht umsonst schneiden die ökofairen Kaffees der Fairhandelshäuser bei Tests gut ab. Die "Bio Noir Orange" - Schokolade der Gesellschaft zur Förderung der Partnerschaft mit der Dritten Welt mbH (GEPA) hat in diesem Jahr auf der Biofachmesse den 1. Preis erlangt - da bestätigt eindrucksvoll, dass Nachhaltigkeit auf jeden Fall auf eine Form, gut zu leben ist.

Zu finden sind die ökofairen Produkte in den fünf saarländischen Weltläden, sowie beim Fair-Handelszentrum Südwest und in vielen Bioläden. Die Weltläden und das Fair-Handelszentrum sind unter folgenden Adressen zu finden:

Eine-Welt-Laden "Kreuz des Südens"
Evangelisch-Kirch-Straße 8
66111 Saarbrücken
Tel.: 0681 - 32282
Eine Welt Laden
Saarbrücker Str. 9
66424 Homburg
Tel.: 06841 - 1 27 40
Fairhandelszentrum Südwest
Bergstr. 51
66115 Saarbrücken - Burbach
Tel.: 0681 - 77057 oder 7619544
Fax: 0681- 7619545
Dritte Welt Laden
Bezirksstraße
66440 Niederwürzbach
Tel.: 06842 - 6009
Weltladen
Maxstr. 8
66482 Zweibrücken
Tel.: 06332 - 7 53 61
Eine Welt Laden St. Wendel
Beethovenstr. 1
66606 St. Wendel
Tel.: 06851 - 25 21
Aktion 3. Welt Saar
Weltladen Losheim
Weiskirchener Str. 24
66679 Losheim
Telefon: 06872 - 99 30 56
Fax: 06872 - 99 30 57
Städtepartnerschaft mit Diriamba e.V.
Fair gehandelter Kaffee und mehr
Pfählerstr. 26
66117 Saarbrücken
Telefon: 0681 - 58 29 92
Fax: 0681 - 58 29 92


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