Schon gewusst?

Energiespartipps in der Praxis!


Ein sinnvoller und sparsamer Umgang mit Energie stellt eine große Energiereserve dar, die sofort zur Verfügung steht. Dafür ist jedoch ein neues Energiebewusstsein notwendig. Jede nicht verbrauchte Kilowattstunde Strom, jeder gesparte Liter Treibstoff und jedes nicht verfeuerte Stück Brikett verlängern die Energievorräte der Erde, entlasten die Umwelt und schonen den Geldbeutel. Dabei bedeutet Energiesparen1 nicht unbedingt Verzicht.

Dies sind einige Tipps, die Sie zum Überlegen anregen sollen. Denken Sie darüber nach und versuchen Sie, ihr Konsumverhalten kritisch zu hinerfragen. Ein anderes Verhalten bedeutet nicht Verzicht. Aber vielleicht gewinnen Sie für sich und andere mehr Lebensqualität hinzu.


Stand by


Absolut hinterhältig: Auch ohne Bild und Ton, wenn die "Tagesschau" im Dunkel liegt oder ihr Lieblings-Titel stumm im CD-Player steckt - zahlen müssen Sie trotzdem. Viele Geräte sind Stromfresser, auch wenn sie nicht eingeschaltet sind! Studien belegen, dass durch die Bereitschaftsschaltung - "Stand-by"-Betrieb - jährlich 20,5 Milliarden Kilowattstunden Strom, das sind elf Prozent des Gesamtverbrauchs in Büros und Haushalten, verschwendet wird. Haushalte zahlen jährlich durchschnittlich 250 DM bei der Stromrechnung drauf, weil die Geräte im Leerlauf auf den nächsten Einsatz warten. Zwei 1000-Megawatt-Kraftwerke in Deutschland produzieren ausschließlich für Geräte auf "Stand-by". Dadurch werden rund 1,5 % des Kohlendioxidausstoßes völlig unnötig verursacht.

Der kleine rote Punkt am Fernseher ist eine angenehme Sache. Ebenso der Radiowecker, der Videorecorder oder die HiFi-Anlage. - Elektrische Geräte, allzeit bereit, aber auch allzeit energiefressend, denn die Kehrseite der Medaille ist der Verbrauch. Messungen des Strombedarfs elektronischer Geräte im Stand-by-Betrieb haben ergeben, dass kaum ein Gerät weniger als 5 W und die meisten zwischen 10 und 25 W und manche sogar noch mehr benötigen. Die größten "heimlichen Stromfresser" sind Fernsehgeräte und Videorecorder. Der Stand-by-Anteil am Haushaltsstromverbrauch kann mit durchschnittlich 4% des Verbrauchs angenommen werden. Die beste Energiesparmaßnahme: ausschalten! Das ist meist möglich, obwohl einige Geräte auf dem Markt sind, die nur beschränkte Schalthäufigkeit zulassen. Weiter können bei Videorecordern durch das Betätigen des Netzschalters auch die Uhrzeit sowie die abgespeicherten Einstellungen verloren gehen.

Folgende Anschlusswerte sind zu erwarten: Videorecorder (10 W), Farbfernsehgerät (15 W), Radiowecker (5 W), Halogenlampe mit Steckernetzteil (5 W) HiFi-Anlage (10 W).


Alles sauber? Ökologisches Waschen


Rund ein Viertel des Warmwasserverbrauchs im Durchschnittshaushalt geht auf Kosten der Küche. Effizientes Geschirrspülen hält hier den Verbrauch sauber.


Die alte Frage „Hand oder Maschine“ stellt sich nicht mehr. Würde Sie das Geschirr eines vollbeladenen Spülers eigenhändig reinigen, bedeutete dies einen um 50% höheren Energieverbrauch. Der Grund: die Maschine benötigt wesentlich weniger Wasser. Es ist unnötig, das Geschirr heiß abzuspülen, ehe es in den Geschirrspüler gestellt wird. Einerseits kostet diese Maßnahme Energie, andererseits löst sich beispielsweise Eiweiß nur in kaltem Wasser.

Keine halben Sachen! Aus Gründen des Energiesparens sollte der Geschirrspüler erst in Betrieb genommen werden, wenn er möglichst voll ist. Wie bei den Waschmaschinen, ist es - trotz diverser Sparprogramme - immer noch günstiger, einmal voll als zweimal halb zu spülen!


Mobilität ist nicht nur Auto


Aufs Auto schimpfen ist nicht schwer, aufs Auto verzichten hingegen sehr. Aber schon ein wenig Denken beim Lenken lässt Driver aufs Sparen abfahren.


Kostenbremse beim Autokauf ist die Grundlage für ein sparsames Fahren. Ein Blick auf die Angaben über den Treibstoffverbrauch lohnt sich: Laut DIN-Norm müssen die Durchschnittsverbrauchswerte für den Drittelmix aus 90 km/h, 120 km/h und für den Stadtverkehr angegeben werden. Wenn beispielsweise ihr Auto auf 100 km im Schnitt nur einen Liter weniger Sprit verbraucht, macht das bei einer Jahresleistung von 20.000 Kilometern eine Ersparnis von 200 Litern. Das bringt über 2.000 Schilling / 146 Euro pro Jahr!

Kontrolle ist alles! Nur wer weiß, wie viel er verbraucht, weiß auch, wie viel er sparen kann. Stellen Sie daher bei jedem Tankstopp den Tageskilometer-Zähler auf Null. Beim erneuten Tanken lesen sie den Kilometerstand ab. Aus den zurückgelegten Kilometern und der Literzahl errechnen Sie den Verbrauch auf hundert Kilometer.

Kurze Fahrtstrecken sind ökologisch und ökonomisch schlecht! Neun von zehn Autofahrten betragen weniger als 20 Kilometer. Diese Kurzstrecken kommen besonders teuer. Tests haben ergeben, daß der Treibstoffverbrauch bei einem Mittelklassewagen direkt nach dem Starten bei 40 Liter/100 km liegt. Nach einem Kilometer Fahrt sind es immer noch 20 Liter, und erst nach 4 km erreicht der Verbrauch das normale Niveau. Zur Vermeidung dieser teuren "Sprints" lassen sich mit geschickter Planung einige Kurzstrecken zu einer längeren zusammenlegen.

Schalten Sie möglichst schnell in höhere Gänge. Ein Beispiel: Ein Testfahrzeug legt im vierten Gang mit 60 km/h hundert Kilometer zurück und verbraucht auf ebener Strecke nur 5,8 Liter Sprit. Wäre dieselbe Distanz mit derselben Geschwindigkeit im Dritten absolviert worden, wären es neun Liter Sprit gewesen!

Dachträger sind Treibstofffresser. Ein mit 130 km/h fahrender Mittelklassewagen verbraucht rund 11 Liter Benzin, mit einem Schiträger am Dach um 13%, mit einem Dachträger sogar um 26% mehr. Daher möglichst nicht mit leerem Träger fahren, denn dabei werden pro tausend Kilometer an die 25 Liter Sprit sinnlos verfeuert.

Tanken Sie nie randvoll. Ist es wärmer als 20 Grad, sollten Sie niemals randvoll tanken, denn der Treibstoff dehnt sich bei höheren Temperaturen aus und rinnt durch die Entlüftungsschläuche aus. Das kostet nicht nur relativ viel Energie, sondern schädigt auch die Umwelt.

Gemeinsam statt einsam: Wenn Sie das nächste Mal mit dem Auto unterwegs sind, riskieren Sie einen Blick auf die anderen Verkehrsteilnehmer. Dabei wird Ihnen auffallen, dass sehr viele Autos nur mit einer oder höchstens mit zwei Personen besetzt sind. Diese Beobachtung lässt sich mit Zahlen belegen: Fast jeder zweite Erwerbstätige fährt mit dem eigenen Vehikel zum Arbeitsplatz, davon wiederum sitzen 80% allein im Auto, obwohl ohne weiteres Platz für drei weitere Passagiere vorhanden wäre. Die einzige energiesparende Alternative ist die Fahrgemeinschaft. Nicht nur, dass der Spritverbrauch pro Kopf drastisch sinkt, reduzieren sich die Kosten für den Autobesitzer auch deutlich. Wenn jeder Mitfahrer seinen Obolus leistet, kann die Ersparnis bis zu 70% betragen.

Warten spart Geld! Verrußte und abgenützte Zündkerzen können ihre Funktion nicht mehr zufriedenstellend erfüllen. Das führt zu Leistungsverlust und Spritvergeudung. Auch Vergaser, Zündung und Leerlaufeinstellung sollten regelmäßig überprüft werden, andernfalls steigt auch hier der Treibstoffverbrauch erheblich. Die regelmäßige Wartung Ihres Autos ist daher unabdingbare Voraussetzung für energiesparendes Fahren.

Eilen Sie mit Weile! Sind sie nicht beeindruckend, die "dynamischen" Zeitgenossen, die auf jede rote Ampel zustürmen, um nach einer Vollbremsung wieder mit Vollgas loszufahren? Diese unbeschreibliche Lässigkeit kommt ganz schön teuer: Ein "eiliger" Fahrer verbraucht auf einer 28 km langen Stadt-Strecke mit 32 Ampeln um 40% mehr Treibstoff und Geld als ein sparsamer, energiebewusster Lenker. Der Flotte bezahlt seinen Zeitgewinn von rund sieben Minuten mit mehr Geld, mehr Stress, mehr Ärger, mehr Schaltvorgängen (65!) und mit 13 zusätzlichen Ampelstopps.

Wer nach dem Motto "Gleiten statt Hetzen" unterwegs ist, befindet sich tatsächlich auf Sparkurs, denn "Hetzer" verbrauchen auf 100 Kilometer um durchschnittlich drei Liter Treibstoff mehr. Wenn Sie im Jahr 20.000 km zurücklegen, sind das 600 Liter unnötiger Mehrverbrauch, abgesehen von den Kosten für höheren Reifen- und Motorverschleiß und schädlichen Abgasen, die die Umwelt zusätzlich belasten.

Heizen


Wohlige Wärme für die Umwelt und den Geldbeutel


So richtig warum ums Herz wird es informierten Sparmeistern. Denn Sie wissen: gerade im Bereich Wärme liegt das größte Energiesparpotential. Damit den Kosten eingeheizt werden kann!

Jeder Autofahrer weiß, wie viel Treibstoff sein fahrbarer Untersatz verschlingt. Jede Hausfrau und jeder Hausmann weiß, was ein Viertel Butter kostet. Aber wer weiß schon genau, wie hoch seine Heizkosten sind? Dabei ist es leicht zu errechnen: Einfach den Ölverbrauch durch die Quadratmeter Wohnfläche dividieren. Verbrauchen Sie mehr als 20 Liter Heizöl pro Quadratmeter, so ist dies zu hoch, liegt der Wert unter 10 Litern, zählen Sie zu den Energiesparern. Sollten Sie mit Gas heizen: ein Kubikmeter Gas entspricht einem Liter Öl!

Merken Sie sich die Faustregel: Hohe Feuchtigkeit –tiefe Temperaturen! Das Wohlfühlen hängt maßgeblich von der Luftfeuchtigkeit ab. Braucht man bei 30% Luftfeuchtigkeit 23 Grad zum Wohlfühlen, so sind bei 60% bloß 21 Grad nötig. Mit höherer Luftfeuchtigkeit kann man in diesem Fall also rund 10% Energie sparen.

Finden Sie Ihre Temperatur zum Wohlfühlen: Zum Schlafen benötigen wir weniger Wärme als im Wohnzimmer oder im Bad. An dieser Erkenntnis sollten sich auch die Heizgewohnheiten orientieren. Gemeinhin sind folgende Temperaturen sinnvoll: Wohnzimmer: 20 bis 22 Grad, Schlafzimmer: 16 bis 18 Grad, Kinderzimmer: 20 Grad, Badezimmer: 24 Grad. Diese Regelung wird durch Thermostatventile an den Heizungsradiatoren möglich. Pro Grad niedrigerer Temperatur spart man übrigens bis zu 6% Energie.

Sparen Sie nicht falsch! Kurzfristig unbenutzte Räume überhaupt nicht zu heizen, liegt zwar nahe, aber der Glaube, damit Energie zu sparen, entpuppt sich als Aberglaube. Es kostet mehr Energie, kalte und feuchte Räume wieder aufzuheizen, als diese permanent niedrig temperiert zu halten. Daher: Mit Thermostatventilen niedere Temperatur einstellen.

Urlaub für Sie ist Urlaub für die Heizung. Warm ums Herz wird dem, der im Winter auf Urlaub fährt und daran denkt, die Heizung zurückzudrehen. Ein Grad Raumtemperatur weniger senkt den Energieverbrauch auch hier um bis zu 6%. Und in Abwesenheit genügen 15 Grad Raumtemperatur oder weniger. Das so gesparte Geld lässt sich im Urlaub viel sinnvoller ausgeben!

Wärmedämmen ist unverzichtbar! Nischen, in denen Heizkörper untergebracht sind, sind häufig besonders dünnwandig. Daher sollten Sie - wenn es der Abstand zwischen Wand und Heizkörper erlaubt - Dämm-Material anbringen. Dadurch verbleibt mehr Wärme im Raum. Besonders leicht zu handhaben sind alubeschichtete Folien: Sie sind problemlos zu montieren und strahlen die wertvolle Wärme in den Raum zurück.

Schlecht abgedichtete Fenster kosten Energie. Nehmen Sie daher Ihre Fenster mit einem einfachen Versuch unter die Lupe. 1. Sind die Fensterfugen dicht? - Klemmen Sie ein Blatt Papier zwischen Fenster und Rahmen, lässt sich das Papier leicht herausziehen, ist die Dichtung ungenügend. Führen Sie den Versuch an verschiedenen Stellen durch! 2. Ist der Rahmen dicht? - Mit einer brennenden Kerze lassen sich durchlässige Stellen leicht aufspüren. Bei Wind oder Kälte ist die Überprüfung einfacher. Nun haben Sie grundsätzlich zwei Möglichkeiten: Entweder Sie kleben ein Dichtungsband auf, das in relativ kurzer Zeit wieder erneuert werden muss. Oder Sie bringen ein Dichtungsprofil am Fensterrahmen an. - Geringer Aufwand mit großer Wirkung!

Rollläden vor den Fenstern kosten Geld, aber Sie bringen auch Geld: Sie vergrößern nämlich den isolierenden Luftpolster und verringern dadurch die Wärmeverluste. Durch Schließen der Rollläden während der Nachtstunden können bis zu 15% Heizenergie eingespart werden. Voraussetzung dafür sind ein dichter Rollladen sowie ein wärmegedämmter Rollladenkasten.

Heizungsradiatoren mögen ja nicht immer der Ästhetik letzter Schluss sein, sie aber deshalb mit Vorhängen abzudecken, kommt teuer: Geht der Vorhang bis zum Boden, kann der Energieaufwand um bis zu 40% steigen. Der Grund ist klar: Der Ausbreitungsweg der wohligen Wärme wird gehemmt, und der Energieaufwand zur Erzielung einer angenehmen Raumtemperatur wächst. Reicht der Vorhang hingegen nur bis ca. 5 cm über den Heizkörper, und sorgt zusätzlich ein Fensterbrett über dem Radiator für bessere Abstrahlung der Wärme, so sind bis zu 25% Energieersparnis erzielbar!

Vor allem, wenn Ihre Vorhänge aus etwas stärkerem Material sind, können sie zum Energiesparen beitragen: Ist der Fensterbereich vollständig abgedeckt, verringern sich die Wärmeverluste gewaltig.

Luft ablassen! Gluckert's im Heizkörper, ist es höchste Zeit, einmal so richtig Luft abzulassen, da ein Luftpolster die Zirkulation verhindert. Der Vorgang ist einfach: Ventil oben am Heizkörper öffnen, ein Gefäß darunter halten und warten, bis die Luft entwichen ist und Wasser austritt. Danach Ventil wieder schließen. Geringe Mühe, große Wirkung: Luft in der Leitung kann bis zu 15% mehr Energie kosten!

Kurz und gut lüften. Frische Luft muss sein, Dauerlüften muss nicht sein! Wer die Fenster permanent einen Spalt breit geöffnet hat, der wirft sein Geld buchstäblich zum selbigen hinaus. Daher: die Räume kurz und gründlich lüften, zumal durch Dauerlüften die Wände auskühlen und sich in der Folge Schimmel und schwarze Flecken bilden können. Die Faustregel fürs richtige Lüften während der kalten Jahreszeit: zwei Mal täglich, maximal fünf Minuten pro Raum. Je kälter es draußen ist, umso kürzer, da der Luftaustausch rascher vor sich geht. Wichtig: Heizung während des Lüftens abschalten.

Nicht überheizen! Teuer wird's, wenn im Heizraum von Häusern tropische Temperaturen herrschen, denn dann taugt die Wärmeabschirmung des Kessels mit Sicherheit nicht viel. Alte Kessel, in denen hohe Temperaturen herrschen, haben z. B. Wärmeverluste von 8%. Durch gute Dämmung ist eine Reduzierung auf 1,5% möglich!


Kochen macht Freude


Rund 11% des gesamten Stromverbrauchs entfallen auf Kochen, Braten und Backen. Es zahlt sich also aus, in der Küche die Kosten auf Sparflamme zu halten.

Deckel drauf! Wer ohne Deckel kocht, vergeudet unglaubliche 300%. Das gilt für Elektro- ebenso wie für Gasherde. Das Zudecken bewirkt, dass die für den Kochvorgang erforderliche Wärme im Topf bleibt und die Kochdauer sich dadurch deutlich verringert. So benötigt man zum Kochen von 1,5 Litern Suppe ohne Deckel drei Mal soviel Energie wie mit Deckel! Topfgucker leben daher teurer, denn das ständige Abnehmen des Deckels vom Kochtopf kostet viel Energie.

Der passende Topf spart Energie. Der Boden des Kochgeschirrs sollte möglichst eben sein. Dadurch liegt es auf der Kochplatte des E-Herds gut auf und nutzt die Wärme optimal. Außerdem sollten Geschirr und Kochplatte zusammenpassen. Wenn der Topf nur um drei Zentimeter kleiner ist, gehen schon 30% Energie verloren. Der ideale Kochtopf muss einen dicken Boden haben! - Dieser oft gepredigte Spruch stimmt nicht immer. Wenn es etwa nur um das Wärmen von Wasser geht, sind dünnwandige Böden (speziell bei Gasöfen) effizienter.

Bis zu beachtlichen 50% an Energie lassen sich mit einem Druck-Kochtopf sparen, nämlich bei Speisen, deren Zubereitung lange dauert: Rindfleisch, Rindsherz, Gulasch usw. Das Geheimnis liegt in der Zeitersparnis und dem Faktum, dass nach Erreichen des entsprechenden Druckes auf ganz kleine Hitze zurückgeschaltet werden kann.

Wenig Wasser ist viel besser. Am Elektroherd sollten Speisen mit möglichst wenig Flüssigkeit zubereitet werden. Die genaue Dosierbarkeit der Hitze ermöglicht es, dass sich die Gerichte trotzdem nicht anlegen. Wenn Sie beispielsweise einen Liter Wasser verwenden, obwohl nur ein Viertel davon nötig wäre, vergeuden Sie 25% Energie, da die Kochzeit deutlich länger ist.

Nutzen Sie die Restwärme. Um unnötige Wärmeabgabe an den Raum zu vermeiden, schalten Sie die Kochstelle erst nach dem Aufsetzen des Geschirrs ein. Herdplatten mit Taktschaltung und Thermostat werden zum Anbraten bzw. Ankochen auf die höchste Stufe gestellt und dann rechtzeitig zurückgeschaltet. Ein guter Tipp: Nützen Sie die Restwärme, indem sie schon vor Ende der Kochzeit auf Null drehen.

Sparen mit Mikrowelle? An sich hat der Mikrowellenherd einen relativ schlechten Wirkungsgrad: Lediglich die Hälfte der aufgenommenen elektrischen Energie steht als Wärmeleistung im Garraum zur Verfügung. Ihre Stärken hat die schnelle Welle aber bei kleinen Lebensmittelmengen und beim Auftauen. Beim Garen von bis zu 400g Gemüse oder 200g tiefgekühltem Gemüse oder beim Wärmen von 300ml Flüssigkeit ist der Energiebedarf geringer als bei konventionellen Kochstellen.

Backrohr vorheizen? Heizen Sie Ihr Backrohr nur dann vor, wenn das Kochrezept dies ausdrücklich verlangt. Heißluft-Backrohre müssen überhaupt nicht vorgeheizt werden. Wie auf den Kochplatten sollte die Nachwärme genutzt werden, indem - je nach Backdauer - 10 bis 15 Minuten vor Ende der Garzeit abgeschaltet wird.


Kühlen ohne dass Ihnen kalt wird


Der Kühlschrank ist immer in Betrieb. 8.760 Stunden pro Jahr. Da schlagen sich selbst kleine Einsparungen zu Buche. Schon zehn Groschen pro Stunde bringen fast einen Tausender im Jahr!

Kaum woanders kann bereits vor dem Kauf soviel Energie gespart werden wie bei Kühl- und Gefriergeräten. Die Streuung des Energieverbrauchs bei den Angeboten verschiedener Hersteller ist beachtlich. Zwar haben die Geräte keine besonders hohen Anschlusswerte, da sie aber das ganze Jahr über in Betrieb sind, haben selbst kleine Unterschiede große Auswirkungen auf die Stromrechnung. Vor allem wenn man bedenkt, daß manche Geräte um bis zu vier Mal mehr Strom benötigen als andere Angebote! Beachten Sie die neuen "Energiehinweise", die auf allen Kühl- und Gefriergeräten seit Januar 1995 angebracht werden müssen. Sie teilen die Geräte in sieben Effizienzklassen: von A (Energiespargerät) bis zu G (Gerät mit hohem Verbrauch).

Falls Ihnen Ihr Kühlschrank zu klein ist und Sie ein Zweitgerät anschaffen wollen: Der Stromverbrauch eines großen Kühlschranks ist geringer, als jener von zwei kleinen. So braucht ein Gerät mit doppeltem Nutzinhalt um ein Viertel weniger Strom als zwei kleine Geräte.

Noch immer steht der Herd oft neben dem Kühlschrank. Es leuchtet ein, dass die vom Herd abgegebene Wärmemenge den Energieverbrauch des Kühlschranks maßgeblich in die Höhe treibt. Da die Isolierung des Kühlschranks nicht ausreicht, schaltet sich der Thermostat deutlich öfter ein, um die erforderliche Kälteleistung zu erbringen.

Viele Kühlschränke sind zu kalt eingestellt. Dabei reicht eine mittlere Kühltemperatur von plus 5 Grad ohne weiteres aus. Wird jedoch unnötigerweise von 5 auf 3 Grad heruntergekühlt, beträgt der Energieverlust 15% oder sogar mehr. Daher ist es zur ständigen Temperaturüberprüfung sinnvoll, ein Thermometer in den Kühlschrank zu legen.

Nur kurz öffnen: Kalte Luft ist schwerer als warme Luft und "rinnt" daher bei geöffneter Tür aus dem Kühlschrank. Sie muss mit viel Energieaufwand ersetzt werden, und das Aggregat läuft auf Hochtouren. Auch dringt die in der Küche herrschende Luftfeuchtigkeit in den Kühlschrank ein und kondensiert an den kalten Stellen, was starke Vereisung zur Folge hat.

Heiß bleibt draußen. Keine heißen Speisen oder Getränke in den Kühlschrank stellen! Die Folge sind verstärkte Eisbildung und damit erhöhter Energiebedarf.

Sauberer Verschluss: Die Dichtungslippen bei den Türen sollen regelmäßig gereinigt und auf Einrisse überprüft werden. Eine undichte oder schlecht schließende Tür verursacht ein Vielfaches an Energieverbrauch. Ebenso wichtig: die Lüftungsgitter putzen und freihalten, das gilt auch für die Kühlschlangen auf der Rückseite. Mangelnde Sauberkeit bewirkt, dass die Wärmeabgabe nicht funktioniert und der Kühlschrank daher nicht einwandfrei arbeiten kann.

FCKW? –nein danke! Es ist zwar nicht unbedingt eine Frage des Energiesparens: aber beim Neukauf sollte man zur Schonung der Ozonschicht ausschließlich auf FCKW-freie Angebote zurückgreifen.


Es werde Licht!


Hellen Köpfen geht ein Licht auf. Denn wo es technisch möglich ist, könnten in Österreichischen Haushalten rund 50% der Energie für Beleuchtung gespart werden. Die hergebrachte Glühbirne verwandelt etwa 90 - 95% der elektrischen Energie in Wärme, nur der verbleibende geringe Rest kann als Licht genutzt werden. Eine denkbar schlechte Effizienz.

Einfach, aber wirkungsvoll ist z.B. Stromsparen durch die passende Beleuchtung. Energiesparlampen verbrauchen weniger Strom und halten länger. Darüber hinaus gibt es im Fachhandel neue Modelle, die in jeden Lampenschirm passen und so geformt sind, dass sie das Aussehen Ihrer Lampe nicht verändern. Die Lichtausbeute der Energiesparlampe beträgt ein Vielfaches. Ihre Nachteile sind (bei älteren Exemplaren) die schlechtere Lichtqualität, sie sind schwerer und größer als Glühlampen und daher nicht überall einsetzbar, sie enthalten einen Zünder und eine Drossel, daher fällt zusammen mit der Leuchtstoffröhre mehr giftiger Müll an. Einige Modelle benötigen Zeit, bis sie ihre Helligkeit erreichen. Energiesparlampen sind daher nicht sinnvoll, wenn sie oft und nur kurzzeitig an- und abgeschaltet werden. Die neue elektronische Generation von Energiesparlampen hält rund 8 Mal länger als eine herkömmliche Glühbirne und sie hat eine 5 Mal höhere Lichtausbeute als eine Glühlampe. Eine 20-W-Energiesparlampe erzielt also etwa den gleichen Lichtstrom wie eine Glühlampe mit 100W Leistung. Der Verbrauch ist um rund 80% geringer, die teurere Anschaffung lohnt sich daher bald.

Bei Glühlampen wirkt sich die Schalthäufigkeit nicht merkbar auf die Lebensdauer aus, bei Energiesparlampen hingegen sehr wohl. Denn die Lebensdauer von 8.000 Stunden basiert auf einem Testrhythmus von 3 Stunden. Dabei ist die Lampe pro Zyklus 165 Minuten ein- und 15 Minuten ausgeschaltet. Kritisch ist weniger die Einschaltzeit, sondern die Ausschaltzeit, besonders das Ein- und Ausschalten innerhalb kurzer Intervalle. Daher empfiehlt es sich, zwischen Ein- und Ausschalten wenigstens drei Minuten verstreichen zu lassen.


Wäsche waschen


Kein Wäschewaschen ohne Maschine. Maschinenwäsche ist wesentlich energiesparender als die gute, alte Handwäsche.

Volle Ladung! Auch wenn die Maschine nicht voll ist, verbraucht sie annähernd gleich viel Strom wie bei voller Auslastung. Zwei Mal halbvoll gewaschen, bedeutet somit doppelte Energiekosten. In Österreich wird die Waschmaschine im Schnitt nur zu drei Viertel gefüllt.

Es zahlt sich aus, die Energiesparprogramme zu nutzen. Normal verschmutzte Wäsche wird bei 60 Grad genauso sauber wie bei 95 Grad. Und oft genügen statt 60 Grad auch 40 Grad.

Auf die Vorwäsche kann - außer bei starker Verschmutzung - meist verzichtet werden. Damit erspart man sich einen Mehrverbrauch von 10%, ebenso wie Waschmittel und Abwasserbelastung für die Umwelt.

Beim Bügeln sparen! Sowohl zu feuchte als zu trockene Wäsche muss länger gebügelt werden. Daher ist das Mittelmaß, also "bügelfeucht", Spitze. Und die Restwärme nach Ausschalten des Bügeleisens lässt sich für feine Wäsche nutzen. übrigens: Der Stromverbrauch beim Bügeln ist beträchtlich: Etwa 1,3 kWh für 5 kg Wäsche. Durch Verwendung eines wärmereflektierenden Bügelbrettbezuges kann eine Menge Energie gespart werden.

Teures Trocknen! Elektrische Wäschetrockner sind Stromfresser. Wer dennoch nicht ohne auskommt, sollte zumindest auf die Restfeuchtigkeit der Wäsche achten. Wurde sie mit 500 Umdrehungen pro Minute geschleudert, beträgt die Restfeuchte 100%, bei 1000 U/min hingegen nur noch 65%. Dann kann beim Trocknen entsprechend viel Energie eingespart werden.


Ständig warmes Wasser?


Stolze 10% des Energiehaushaltsbudgets gehen für die Warmwasseraufbereitung auf. Das ist genau soviel wie für den Verbrauch aller Haushaltsgeräte zusammengenommen.

Je nach persönlichen Bedürfnissen schwankt der Warmwasserbedarf zwischen 40 und 50 Litern pro Tag und Person. Der Verbrauch verteilt sich zu ca. 60% auf das Bad, 25% auf die Küche und 15% auf das Handwaschbecken.

Duschen ist deutlich billiger als Baden. Ein Vollbad kostet rund dreimal soviel Energie wie ein sechs Minuten langes Duschbad. Sinnvoll sind auch Sparbrauseköpfe, die bis zu 30% weniger Heißwasser brauchen. Trotzdem: ab und zu ein Bad hält die persönliche Energiebilanz schon aus...

Ein tropfender Wasserhahn (10 Tropfen pro Minute) vergeudet im Monat rund 170 Liter Wasser, das sind mehr als 2.000 Liter pro Jahr! Das kostet Geld für die Warmwasserbereitung, und das kostbare Naß wird überdies verschwendet.


1 Energiespartipps unter www.bmwi.de oder www.esv.or.at